Wenn Marketing dich überfordert – und du dich am liebsten verstecken würdest
Wo war noch das Mauseloch?
Wenn ich zu Beginn meiner Selbstständigkeit an Marketing gedacht habe, wurde ich immer klein und kleiner, wie Gulliver im Land der Riesen.
Für mich hieß Marketing:
- sich in die erste Reihe stellen,
- marktschreierisch über sein Angebot sprechen wie Aale-Dieter auf dem Fischmarkt
- und vielleicht noch nach der angesagtesten Musik nicht seinen Namen, sondern die wichtigsten Angebote tanzen.
Horror.
Mein mit großem Elan gestartetes Instagramprofil fristete deshalb schon nach kürzester Zeit ein trauriges Dasein. Wie ein verkümmerter Kaktus in der Wüste. Hallo… ist da jemand?
Das kennst du als Introvertierter bestimmt auch. Marketing klingt anstrengend. Es laugt aus und entspricht überhaupt nicht unserem Wesen. Bei einer Party ist es in der Ecke am muckeligsten. Da kann man sehen, was die anderen so treiben und sich vielleicht mit jemandem unterhalten, der ähnlich gestrickt ist.
Aber deine Idee und dein Herzensbusiness müssen ja unter die Leute gebracht werden.
Wie schade wäre es, wenn niemand von deinem tollen Angebot erfährt?
Der Wendepunkt (und meine Rettung) kam dann ausgerechnet über Instagram.
Ich bin die einzige, der es so geht, das war für mich lange ganz klar. Man hat ja oft genug gehört, man solle mal aus sich rauskommen und den Mund aufmachen. So wie “alle” anderen. Ich habs’ versucht. Ehrlich. Naja, so gut ich es mit mir vereinbaren konnte.
Durch irgendeinen zufälligen Klick bin ich in eine Diskussion und dadurch auf viele Profile gestoßen, die genau das thematisiert haben. Dass es auch anders geht. Ich muss nicht laut sein, ich muss mich nicht zwingen und meine vielzitierte Komfortzone verlassen.
Marketing geht auch anders!
Du kannst dir eine Community auch ganz langsam aufbauen. Und das mit dem, was wir als Introvertierte meist eh am liebsten machen: Mit dem Schreiben.
Starte einen Blog!
Echt, das geht? Warum hat mir das denn niemand gesagt?!
Bloggen für introvertierte Selbstständige – warum das perfekt zu dir passt
Ein Blog ist kein Rednerpult und kein Scheinwerfer. Ein Blog ist ein Raum. Du gestaltest ihn mit deinen Gedanken, Erfahrungen, Ideen.
Du brauchst nicht laut zu sein – du musst nur da sein.
Und: Du darfst schreiben. Wann du willst. Wie du willst. Für Menschen, die genau dich suchen.
4 gute Gründe, warum ein Blog dein stilles Supertool ist
Du wirst gefunden
Mit einem Blog erhöhst du die Wahrscheinlichkeit, dass Interessierte dich auf Google finden und auf deine Angebote stoßen. Und zwar solche, die deine Art zu schreiben mögen und deine Themen interessant finden.
Wenn du deine Beiträge dann noch SEO-optimiert schreibst und für deine Branche passende Keywords nutzt, wird Google dich lieben. Und bietet deinen Beitrag Usern an, die genau das suchen, was du zu bieten hast.
Du kannst dich als Experte zeigen
Dein Blog gehört dir, und du entscheidest, über was du schreibst.
Du kannst dein Herzensbusiness von allen Seiten beleuchten.
Du kannst Tipps geben.
Du kannst und darfst deine Meinung sagen und dich positionieren.
Je mehr Blogartikel du schreibst, umso mehr positionierst du dich mit deiner Expertise, auf die deine Traumkunden schon immer gewartet haben.
Du musst keine Videos drehen, in denen du auf Instagram in 30 Sekunden dein komplettes Fachwissen auf „Snack-Size“ schrumpfst. Kein tänzelndes Pointen-Feuerwerk, kein „Wie ich mit diesen 3 Tricks…“
Du kannst zeigen, was du kannst – in deinem Stil, mit deinen Worten, in deiner Tiefe. Kein Algorithmus sagt dir, wie lang dein Beitrag sein darf. Kein Reel-Format begrenzt deine Aussagen auf 90 Sekunden. Du darfst ausführen. Reflektieren. Und mit jedem Artikel tiefer zeigen, was in dir steckt.
Dein Blog ist kein Schaufenster mit grellem Licht. Er ist eher eine kleine, ruhige Werkstatt – und wer hereinkommt, bleibt, weil es sich gut anfühlt.
Du bist unabhängig von Social Media
Das hat aus meiner Sicht mindestens zwei Vorteile:
- Dein mit Herzblut erstellter Beitrag hat eine längere Lebensdauer als ein paar Stunden.
(Bei Facebook sollen es rund vier Stunden sein, bei Instagram ganze 21 Stunden.)
Und nicht vergessen: Auf Facebook sollte man Posts dienstags oder zwischen Donnerstag und Sonntag online stellen. Am frühen Nachmittag oder in den Abendstunden.
Auf Instagram: zur Mittagszeit und zwischen 19 und 22 Uhr. An welchen Tagen: Da muss ich mal den Algorithmus fragen. Der weiß das. The regels sind the regels bei Meta, auch wenn ich persönlich niemanden kenne, der diese durchschaut.
Naja, ich glaube es wird klar, worauf ich hinaus will: Dein Blog, deine Regeln. Und niemand, der dir vorschreibt, wann und wie oft du kreativ sein darfst.
- Deine Community mit Gleichgesinnten und du, ihr seid nicht durch eine plötzliche Sperrung deines Accounts trennbar.
Kennst du nicht auch jemanden, dessen Account gehackt oder plötzlich, ohne Angabe von Gründen gesperrt wurde?
Halt, einer ist mir noch eingefallen:
- Niemand ändert plötzlich seine Meinung, an die du dich halten musst. Und verlangt nicht von dir, dass du jetzt lippensychron Zitate nachspielen oder dreimal die Woche ein originelles Video raushauen musst, um deine Reichweite nicht einzubüßen.
Du wirst nachhaltig sichtbar
Dein Blog darf langsam wachsen. Und er ist nachhaltig. Wenn jemand in drei Jahren nach genau deinem Thema sucht? Dann bist du da, die Person kann deinen Blogbeitrag finden. Und vielleicht seid ihr ein Match und Traumkunde und Traumanbiete haben sich gefunden.
Das Wort „Gamechanger“ mag ich nicht, es klingt mittlerweile ausgelutscht. Aber diese Erkenntnis war ein ganz großer Wendepunkt in meiner Selbständigkeit!
- Ich darf schreiben wann ich will und so oft ich will
- Meine Blopgposts sind lange sichtbar
- Ich kann Themen behandeln, die mir wichtig sind und die ich meinen Traumkunden mitgeben möchte
- Ich muss mich nicht mehr schlecht fühlen, weil mir nicht dreimal oder besser fünfmal die Woche etwas einfällt, das ich posten kann.
- Ich fühle mich weniger gehetzt von einem Algorithmus (Klingt schräg, oder? Als würde er mit einer Keule hinter mir stehen und rufen: „Poste endlich! Ist schon wieder 15 Stunden her!“
Was dich bisher zurückhält – und wie du trotzdem ins Schreiben kommst
Vielleicht schwirren dir schon länger Themen im Kopf herum. Vielleicht weißt du auch ganz genau, dass ein Blog zu dir passen würde. Und trotzdem hast du (noch) keinen gestartet.
Willkommen im Club. Das ist normal.
Hier ein paar Gründe, die ich oft höre – vielleicht erkennst du dich wieder:
„Ich weiß nicht, worüber ich schreiben soll.“
„Ich bin nicht gut genug im Schreiben.“
„Ich habe Angst, mich zu zeigen.“
„Ich weiß gar nicht, wo ich anfangen soll.“
Gute Nachrichten: Das alles lässt sich lösen. Ohne Druck. Ohne Schreibblockaden. Und ohne Drama.
Was hilft?
- Starte mit echten Fragen deiner Kund:innen.
- Erlaube dir, unfertig zu sein.
- Hol dir Feedback, statt alles allein zu drehen.
Worüber du bloggen könntest – auch wenn du glaubst, du hast nichts zu sagen
Der Kopf ist leer. Der Cursor blinkt. Und du denkst: „Ich hab doch gar nichts zu sagen.“
Doch, hast du. Und zwar eine Menge. Du musst nicht erst das Rad neu erfinden. Es reicht, wenn du das teilst, was dir im Alltag begegnet – und wie du damit umgehst.
- Was könnte deine Traumkunden beschäftigen?
- Welche Fragen kannst du ihnen beantworten?
- Welche Tipps kannst du ihnen geben?
- Welches Tools begeistert dich?
- Wie sieht die Zusammenarbeit mit dir aus?
Ich bin mir sicher, dir fallen sofort ein paar Dinge ein.
Deine nächsten Schritte – so startest du in deinem Tempo
Am Anfang ist es vielleicht gar nicht so einfach, die Ideen in Form zu bringen.
Aber ich empfehle dir, einfach mal zu starten und zu schreiben und immer wieder zu schreiben, bis dir die Finger glühen wie ein Hufeisen beim Schmied. Bloggen ist kein Sprint. Es ist ein Prozess. Einer, der wachsen darf. Leise, aber stetig.
Dein Start-Plan:
- Sammle 5 Fragen, die dir Kund:innen häufig stellen.
- Notiere spontan ein paar Gedanken dazu.
- Wähle ein Thema aus, das dir leichtfällt.
- Schreib einen Entwurf, als würdest du ihn einer vertrauten Person erklären.
- Veröffentliche ihn – oder hol dir Feedback.
Und wenn dir noch das Gerüst, die eigene Website, ein Blog oder eine Blogsektion auf deiner Website fehlen, melde dich gern bei mir! Daran soll es nicht scheitern.
Du musst das nicht allein machen. Genau dafür gibt es mein CoCreate-Paket: Du schreibst – ich unterstütze. Mit Klarheit, Strategie und einem Auge für Details, die wirken.
Also, go for it! Lass uns an deiner Expertise teilhaben und erzähl der Welt, was du zu bieten hast!
Ich freue mich, bald etwas von dir zu lesen.
Du hast schon einen Blog? Dann schick mir gern den Link deiner Website, dann schaue ich ihn mir an.
Liebe Nicole
Ich finde deinen Text sehr spannend und ich kann das ganz gut nachfühlen. Ich bin auch kein Mensch der großen Auftritte und gepuschten Posts. Ich liebe es, aus meiner Inspiration zu schöpfen und das zu Teilen. Dankeschön für deine Inspiration und deine Natürlichkeit!
Liebe Grüße
Susanne
Liebe Susanne, vielen Dank für deine Rückmeldung. Ja, wie schön, dass wir auf unsere Art auf uns aufmerksam machen können. Ich bin gespannt auf deine Blogposts und deine Gedanken, die du teilst.